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Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert, der den Wert eines Quadratmeters unbebauter Grundstücksfläche in einer bestimmten Lage angibt. Er wird in Deutschland von den Gutachterausschüssen der jeweiligen Kommunen regelmäßig ermittelt und veröffentlicht – in Baden-Württemberg in der Regel alle zwei Jahre, mancherorts jährlich. Für Eigentümer, Käufer und Investoren in der Region Stuttgart und im Landkreis Ludwigsburg ist er ein zentrales Instrument, um die Werthaltigkeit einer Immobilie einzuschätzen.
Viele Eigentümer unterschätzen, wie stark der Bodenrichtwert in die professionelle Immobilienbewertung einfließt – und welche konkreten Auswirkungen er auf Steuern, Finanzierungen und den erzielbaren Verkaufspreis hat. Dieser Ratgeber erklärt, was hinter dem Bodenrichtwert steckt, wie er sich 2026 in der Region Stuttgart und Ludwigsburg entwickelt und welche Konsequenzen das für Sie als Eigentümer hat.
Der Bodenrichtwert und der Verkehrswert einer Immobilie werden häufig verwechselt – dabei messen sie grundlegend verschiedene Dinge:
Der Bodenrichtwert ist ein wichtiger Baustein des Verkehrswerts – aber er ist nicht dasselbe. Ein Grundstück in bevorzugter Lage in Kornwestheim oder Ludwigsburg kann trotz identischem Bodenrichtwert einen sehr unterschiedlichen Verkehrswert aufweisen, abhängig von Erschließung, Zuschnitt oder konkreter Bebaubarkeit. Wer seinen Immobilienwert für eine reale Entscheidung benötigt, braucht eine individuelle Einschätzung – keine Lagedurchschnittswerte.
Je nach Bewertungsanlass und Immobilientyp wird der Bodenrichtwert unterschiedlich stark gewichtet. Die drei anerkannten Wertermittlungsverfahren setzen ihn jeweils anders ein:
Beim Sachwertverfahren – das häufig bei Einfamilienhäusern und Reihenhäusern zur Anwendung kommt – wird der Bodenwert getrennt vom Gebäudewert berechnet. Der Bodenwert basiert direkt auf dem Bodenrichtwert, multipliziert mit der Grundstücksfläche und gegebenenfalls angepasst durch Zu- oder Abschläge für individuelle Lagemerkmale. Damit ist der Bodenrichtwert im Sachwertverfahren ein zentraler Ausgangspunkt – Veränderungen wirken sich direkt auf das Bewertungsergebnis aus.
Beim Vergleichswertverfahren – das vor allem für unbebaute Grundstücke und Eigentumswohnungen eingesetzt wird – werden tatsächlich erzielte Kaufpreise vergleichbarer Objekte herangezogen. Auch hier liefert der Bodenrichtwert eine wichtige Orientierung, denn er aggregiert genau diese realen Transaktionsdaten aus der jeweiligen Lage in der Region.
Bei vermieteten Mehrfamilienhäusern oder Gewerbeimmobilien steht der Ertragswert im Mittelpunkt. Mieteinnahmen und Kapitalisierungszins bestimmen den Gebäudeertragswert – der Bodenwert wird jedoch separat angesetzt, weil Boden im Gegensatz zum Gebäude nicht altert und gesondert zu bewerten ist. Gerade bei Anlageobjekten in Bietigheim-Bissingen, Backnang oder Winnenden ist dieser Unterschied für die korrekte Wertermittlung entscheidend.
Möchten Sie wissen, welches Verfahren für Ihre Immobilie am besten geeignet ist? Bei Immozeit führen wir für Sie eine kostenlose, fundierte Immobilienbewertung durch – individuell und auf den regionalen Markt abgestimmt, nicht maschinell generiert.
Die Region Stuttgart und der Landkreis Ludwigsburg gehören zu den gefragtesten Immobilienlagen in ganz Deutschland. Nach den Preisanstiegen der Vorjahre und der Marktkorrektur infolge des Zinsanstiegs ab 2022 hat sich der Markt aktuell auf einem differenzierten Niveau stabilisiert. In Lagen mit guter Infrastruktur – etwa in Kornwestheim, Asperg, Remseck am Neckar, Fellbach oder Marbach am Neckar – zeigt sich die Nachfrage weiterhin robust, während periphere Lagen deutlichere Preissensitivität aufweisen.
Die Gutachterausschüsse in den Landkreisen Ludwigsburg und Stuttgart passen die Bodenrichtwerte regelmäßig an die realen Transaktionsdaten an. Für Eigentümer bedeutet das: Der aktuell gültige Bodenrichtwert spiegelt in der Regel die Marktentwicklung der letzten ein bis zwei Jahre wider – nicht zwingend die aktuelle Tagesmarktnachfrage. Eine professionelle Bewertung durch einen ortskundigen Experten bleibt deshalb unverzichtbar, wenn reale Kauf- oder Verkaufsentscheidungen anstehen.
Innerhalb der Region gibt es teils erhebliche Wertunterschiede. Lagen mit S-Bahn-Anbindung, guter Schul- und Kitainfrastruktur sowie Nähe zu Stuttgarter Arbeitgebern weisen erfahrungsgemäß höhere Bodenwerte auf. Städte wie Ludwigsburg, Bietigheim-Bissingen, Vaihingen an der Enz, Gerlingen, Ditzingen oder Leonberg unterscheiden sich nicht nur untereinander, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Stadtgebiete erheblich – je nach Stadtteil, Hanglage oder Nähe zu Grünanlagen und Gewerbegebieten. Wer seinen genauen Standort realistisch einordnen möchte, sollte sich nicht auf pauschale Lagedurchschnitte verlassen.
Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland die neue Grundsteuer auf Basis reformierter Bewertungsgrundlagen. Baden-Württemberg hat dabei als eines der wenigen Bundesländer ein eigenes Landesmodell eingeführt – das sogenannte modifizierte Bodenwertmodell. Dieses basiert im Wesentlichen auf zwei Faktoren: dem Bodenrichtwert und der Grundstücksfläche. Das Gebäude, sein Baujahr und sein Zustand spielen in diesem Modell keine Rolle mehr.
Was das praktisch bedeutet: Zwei Eigentümer in ähnlicher Lage können je nach Grundstücksgröße, aktuellem Bodenrichtwert und kommunalem Hebesatz sehr unterschiedliche Grundsteuerbelastungen haben – unabhängig davon, ob auf dem Grundstück ein unsanierter Altbau, ein Neubau oder ein frisch kernsaniertes Haus steht. Für Eigentümer in Kommunen wie Ditzingen, Sachsenheim oder Markgröningen lohnt es sich, die eigene Grundsteuerberechnung sorgfältig zu prüfen. Bei Abweichungen oder Fehlern in den Grundlagendaten besteht die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen – hierfür gelten Fristen, die nicht versäumt werden sollten.
Der Bodenrichtwert spielt auch bei der steuerlichen Wertermittlung eine bedeutende Rolle – etwa wenn das Finanzamt eine Immobilie im Rahmen von Erbschaft oder Schenkung bewertet. In diesen Situationen kommt es auf eine präzise, fundierte Wertermittlung an:
In allen diesen Situationen hilft ein lokal erfahrener Immobilienexperte dabei, den realen Wert Ihrer Immobilie fundiert darzustellen und die richtige Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Erfahren Sie, wie Immozeit Eigentümer in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützt.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) hat den Fokus auf die energetische Qualität von Immobilien deutlich verstärkt. Direkt auf den Bodenrichtwert hat das GEG keinen Einfluss – denn der Bodenrichtwert bewertet den Boden, nicht das Gebäude. Indirekt jedoch verändert die gestiegene Bedeutung von Energieeffizienz die Nachfrage: Grundstücke in Lagen, die Neubau oder vollständige energetische Sanierung ermöglichen und gut angebunden sind, werden bevorzugt nachgefragt. Das kann langfristig die Bodenrichtwerte in solchen Lagen stützen oder sogar erhöhen.
Für bestehende Häuser gilt: Ein schlechter Energieausweis – also Energieeffizienzklasse F, G oder H – kann den erzielbaren Verkaufspreis spürbar drücken, selbst wenn der Bodenrichtwert der Lage hoch ist. Der Bodenwert bleibt dann stabil oder steigt, während der Gebäudewert negativ beeinflusst wird. Das ist ein weiteres Argument für eine differenzierte, professionelle Bewertung statt einer pauschalen Online-Schätzung, die Gebäude- und Bodenwert nicht sauber trennt.
In Baden-Württemberg stellt das Land das Bodenrichtwertinformationssystem BORIS-BW kostenlos online zur Verfügung. Dort können Sie nach Adresse suchen und den gültigen Bodenrichtwert für Ihr Grundstück einsehen. Wichtig dabei: Der dort angezeigte Wert ist ein Richtwert für eine typisierte Lage. Weicht Ihr Grundstück in Größe, Zuschnitt, Erschließung oder Bebaubarkeit von der Normgrundstücksdefinition ab, müssen Zu- oder Abschläge vorgenommen werden – das erfordert Fachkenntnis.
Alternativ können Sie beim zuständigen Gutachterausschuss – im Landkreis Ludwigsburg beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Ludwigsburg – einen schriftlichen Bodenrichtwertauszug anfordern. Dieser ist in der Regel kostenpflichtig, aber amtlich anerkannt und im Rahmen von Gerichtsverfahren, Finanzamtsanfragen oder Erbschaftsteuerprüfungen belastbar einsetzbar.
Der Bodenrichtwert gibt eine erste Orientierung, reicht aber in den meisten Situationen nicht aus, wenn es um reale Entscheidungen geht. Eine ehrliche Einschätzung:
Gerade wenn es um größere Entscheidungen geht – sei es der Verkauf eines Hauses in Ludwigsburg, die Auflösung einer Erbengemeinschaft in Remseck am Neckar, der Kauf einer Kapitalanlage in Fellbach oder die Projektentwicklung eines Grundstücks in Schorndorf – lohnt sich die Einschätzung eines erfahrenen Maklers, der die regionalen Marktdaten kennt und den Wert Ihrer Immobilie realistisch und fundiert einordnen kann.
Der Bodenrichtwert ist ein wichtiges, amtliches Instrument der Immobilienbewertung – aber er ist kein Ersatz für eine individuelle Wertermittlung. Er bildet die Lage ab, nicht die Immobilie in ihrer Gesamtheit. Wer seinen Immobilienwert wirklich kennen möchte – sei es für einen Verkauf, für Erbschaft und Schenkung, für die Grundsteuer oder für eine Finanzierungsentscheidung – kommt um eine qualifizierte Bewertung nicht herum.
Immozeit begleitet Eigentümer in der Region Stuttgart und im Landkreis Ludwigsburg mit fundierter Marktkenntnis und über 14 Jahren Erfahrung vor Ort. Wir ermitteln den Wert Ihrer Immobilie – transparent, seriös und unverbindlich im Erstgespräch. Keine pauschalen Onlineschätzungen, sondern eine persönliche Einschätzung mit echter Marktkenntnis.
Jetzt kostenlose Immobilienbewertung anfragen oder direkt einen Beratungstermin vereinbaren – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
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Das Redaktionsteam von Immozeit. Wir schreiben über den Immobilienmarkt in der Region Stuttgart, Ludwigsburg und Kornwestheim — aus der täglichen Praxis unseres inhabergeführten Maklerbüros.
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